Die Entstehung der Freiwilligen Feuerwehr Schmidham

Die gegenseitige Hilfeleistung im Brandfalle und bei anderen Unglücken war schon seit Jahrhunderten in Stadt und Land eine Selbstverständlichkeit. Nur selten bestanden dabei jedoch feste Organisationen in Form von Feuerlöschordnungen, welche z.B. genau festlegten, wer Hilfe zu leisten hatte, wer die eingesetzten Kräfte zu führen hatte und welche Prioritäten bei der Brandbekämpfung zu setzen seien etc.

Aus diesem Grunde wurde bei der Bildung der Gemeinden in Bayern Anfang des 19. Jahrhunderts die Oberaufsicht über das Löschwesen dem jeweiligen Bürgermeister übertragen, der u.a. dafür Sorge zu tragen hatte, dass ein ausreichender Bestand an Löschgeräten vorhanden war. Da auch qualifiziertes Personal für die Wartung und Bedienung des Geräts, insbesondere der Feuerspritzen, benötigt wurde, entstanden mit der Zeit die sog. Pflichtfeuerwehren. Dabei handelte es sich um von den Gemeindeverwaltungen aufgestellte Löschgruppen, deren Angehörige zur Dienstleistung im Brandfalle verpflichtet waren und hierfür von der Gemeinde eine Aufwandsentschädigung erhielten.

In der Gemeinde Schmidham entstand wohl im Jahr 1864 eine solche Pflichtfeuerwehr im Zusammenhang mit der Anschaffung einer Löschpumpe. Das Protokoll der Gemeinderatssitzung vom 15. Januar 1864 vermerkt folgenden Beschluss:

Es wurde beschlossen eine neue Feuerlöschmaschine anzuschaffen. Bei der Versammlung aller Gemeindebürger am 6. April 1864 wurde beschlossen, die Kosten für diese Feuerlöschmaschine in Höhe von insgesamt 795 Gulden durch eine Umlage zu bestreiten.

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